Was ist ein Facelift?
Das Gesichtslifting, international als Facelift oder Ritidektomie bekannt, ist der chirurgische Eingriff der Wahl, um den Auswirkungen der Alterung von Gesicht und Hals entgegenzuwirken. Im Laufe der Jahre führen Schwerkraft, nachlassende Hautelastizität und der Abbau des Unterhautfettgewebes zur Bildung tiefer Furchen (Nasolabial- und Marionettenfalten), zum Absinken der Wangenweichteile, zum Konturverlust des Gesichtsovals und zur Erschlaffung der Halsregion.
Die modernste und sicherste Technik ist das SMAS-Lifting (Superficial Musculo-Aponeurotic System), das nicht nur auf die oberflächliche Haut, sondern auf die tiefe muskulär-aponeurotische Schicht des Gesichts wirkt. Durch die Repositionierung der tiefen Strukturen lässt sich eine harmonische, ausdrucksstarke Verjüngung erzielen – ohne die übermäßige Hautspannung älterer Techniken, die „künstlich“ wirkende Ergebnisse hervorbrachte.
Das Stirnlifting (Brow Lift) kann in Verbindung mit dem Facelift oder als separater Eingriff durchgeführt werden. Es korrigiert das Absinken der Augenbraue, horizontale Stirnfalten und die vertikalen Zornesfalten zwischen den Brauen und verleiht dem Gesicht einen erholten, entspannten Ausdruck.
Wer sind die idealen Kandidaten?
Die idealen Kandidaten für ein Facelift sind Personen zwischen 45 und 70 Jahren mit:
- Erschlaffung der Weichteile von Gesicht und Hals (Hängebäckchen, Doppelkinn)
- Tiefen Nasolabial- und Marionettenfalten
- Überschüssiger Haut in der Hals- und Kieferregion
- Verlust der Definition des Gesichtsovals
- Gutem allgemeinen Gesundheitszustand und realistischen Erwartungen
Hautqualität, Muskeltonus und Knochenstruktur des Patienten beeinflussen den individuellen Operationsplan, den Dr. Galati in der Beratung erarbeitet. In manchen Fällen kann ein Mini-Lifting (weniger ausgedehnter Eingriff mit schnellerer Erholung) die geeignetere Wahl für jüngere Patienten mit moderater Erschlaffung sein.
Ablauf des Eingriffs
Präoperative Phase: Bei der Untersuchung analysiert Dr. Galati das Gesicht des Patienten ganzheitlich und bewertet den Grad der Hauterschlaffung, die Gewebequalität und die individuelle Morphologie. Es werden standardisierte Fotografien angefertigt und Ziele sowie Erwartungen besprochen. In den Wochen vor dem Eingriff müssen blutverdünnende Medikamente (Aspirin, Ibuprofen, bestimmte Nahrungsergänzungsmittel) abgesetzt, das Rauchen eingestellt und die verordneten Blutuntersuchungen abgeschlossen werden.
Die Operation: Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose in einer akkreditierten Klinik. Die Schnitte werden strategisch so platziert, dass sie möglichst verborgen bleiben: Sie beginnen in der Schläfenregion (innerhalb der Haarlinie), verlaufen vor dem Ohr entlang der natürlichen Falte, umrunden das Ohrläppchen und steigen hinter der Ohrmuschel in die Kopfhaut auf. Für den Hals kann ein kleiner Schnitt unter dem Kinn hinzukommen. Über diese Zugänge geht der Chirurg wie folgt vor:
- Ablösung des Hautlappens von der darunterliegenden Muskulatur
- Darstellung und Mobilisierung der SMAS-Schicht
- Repositionierung und Straffung der tiefen Gewebe nach oben und seitlich
- Fixierung des SMAS in der neuen Position mit resorbierbaren Nähten
- Umverteilung der überschüssigen Haut, Entfernung des Überschusses und Naht
Der SMAS-Ansatz stellt sicher, dass die Spannung auf die tiefen Gewebe und nicht auf die Haut wirkt – für ein stabiles, natürlich aussehendes Ergebnis.
Das Stirnlifting: In Kombination kann das Stirnlifting endoskopisch erfolgen (minimale Schnitte in der Kopfhaut, durch die eine kleine Kamera eingeführt wird) oder über einen koronalen Schnitt. Die endoskopische Technik minimiert Narben und verkürzt die Erholungszeit. Die Augenbraue wird nach oben repositioniert, die Stirn erscheint entspannter.
Erholung und Ergebnisse
Der postoperative Verlauf ist beherrschbar und vorhersehbar. Nach dem Eingriff wird ein Kompressionsverband um Gesicht und Hals angelegt, der in den ersten 24–48 Stunden verbleibt. Ein oder zwei dünne Drainagen verhindern Flüssigkeitsansammlungen und werden innerhalb von 48 Stunden entfernt. Die Nacht nach dem Eingriff bleibt der Patient zur Beobachtung in der Klinik. Schwellungen und Blutergüsse sind normal, erreichen ihren Höhepunkt am zweiten oder dritten Tag und klingen dann zunehmend ab. Die Fäden werden zwischen dem siebten und vierzehnten Tag entfernt.
Nach etwa 10–14 Tagen kann der Patient mit Make-up das Haus verlassen, auch wenn noch grünliche oder gelbliche Verfärbungen der Blutergüsse sichtbar sein können. Nach 2–3 Wochen fühlen sich die meisten Patienten im gesellschaftlichen Leben wieder wohl. Intensive körperliche Aktivitäten und Sport sind für mindestens 4–6 Wochen zu vermeiden. Zusätzlich empfehlenswert: mit erhöhtem Kopf schlafen, in den ersten 48 Stunden kalte Kompressen (kein direktes Eis) anwenden, 3 Monate lang Sonne meiden und nicht rauchen, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigt.
Die Ergebnisse des Facelifts zeigen sich schrittweise: Nach 4–6 Wochen ist die Restschwellung minimal, nach 3–6 Monaten ist das Erscheinungsbild völlig natürlich und endgültig. Die anfangs rosafarbenen Narben werden im Laufe von 12 Monaten hell und nahezu unsichtbar. Die Patienten wirken typischerweise deutlich jünger und behalten volle Ausdruckskraft und Harmonie der Züge. Die Ergebnisse halten im Durchschnitt 7–10 Jahre. Zur Verlängerung des Effekts kann Dr. Galati ergänzende Behandlungen wie Botulinumtoxin, Filler oder chemische Peelings als Teil eines Erhaltungsprogramms empfehlen.